Krankenpflegeverein Au

Dekan Schuchter

Chronik

Über Initiative der Witwe Barbara Berlinger, Lisse 94 (jetzt Raiffeisenbank) hat der HH. Dekan Pfarrer Oskar Schuchter die Gründung des Krankenpflege-vereins vorbereitet und die Bevölkerung für den 20. Jänner 1931 in das Gemeindezimmer in der Sennerei Argenau zur Gründungsversammlung eingeladen.

Es war seine besondere Leistung dass bereits 1931 Kreuzschwestern vom Mutterhaus in Hall nach Au zur Hauskrankenpflege entsandt wurden. Er hat auch den jungen Dr. Franz Ganthaler im Jänner 1934 nach Au geholt.

Dekan Schuchter hat es ermöglicht, dass das Haus Büchele (Jaghausen 346) im Eigentum der Kaplaneipfründe dem Krankenpflegeverein für die Verwendung als Schwesternunterkunft und später als Spital St. Josef zur Verfügung gestellt wurde.

Die Führung des Spitalbetriebes von 1936 bis 1986 also exakt 50 Jahre lang stellt eine Besonderheit des Krankenpflegevereins Au dar. Dabei waren es die die herausragende Leistungen von 4 Personen:

Medizinalrat Dr. Franz Ganthaler, Ehrenbürgerin Sr. Oberin Walburga Braun und die Verwalter Seftone Kohler und Rudolf Ritter.

  • Im Jahre 1937 wurden im Spital 68 Patienten (27 männliche, 37 weibliche und 4 Kinder) behandelt. Herkunft der Patienten: von Au 25, Schoppernau 6, Mellau 12, Schnepfau 5, Bizau 7, Reuthe 4, Schröcken 6, Bezau 2, Schwarzenberg 3, Damüls 2, außerdem je ein Patient von Fontanella, Alberschwende, Thüringen, Nauders und Deutschland.
    Es wurden 50 operative Eingriffe gemacht, davon 19 Blinddarm-, 13 Bruch- 2 Kropf und 2 Mandeloperation.
  • 1957 = 152 Patienten, davon nur 42 aus Au
  • 1960 = 50 Geburten, ein Rekord
  • 1967 = Kauf des Krankenhauses durch den Krankenpflegeverein

Im Jahr 1981 beendeten die Kreuzschwestern nach 50 Jahren Pflege ihre Arbeit im Verein und die Schwestern vom Orden „Das Werk“ übernahmen den Spitalbetrieb und bis heute auch die Hauskrankenpflege.